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Kleine Reihe 11: Richard Schröder / Deutschlands Geschichte

Richard Schröder

Deutschlands Geschichte muß uns nicht um den Schlaf bringen. Plädoyer für eine demokratische deutsche Erinnerungskultur

Theodor-Heuss-Gedächtnis-Vorlesung 2002

ISBN 978-3-980-74045-6

02.01.0030

Seit der Vereinigung der beiden deutschen Staaten am 3. Oktober 1990 ist der

Zustand der deutschen Einheit Gegenstand öffentlicher Kontroversen, in

denen die unterschiedlichen historischen Erfahrungen der Deutschen in Ost

und West unübersehbar hervortreten: Während es im Westen offenbar

schwerfällt, das Ausmaß an Veränderung zu begreifen, das die Bürger der

neuen Bundesländer seit 1990 zu verarbeiten haben, gedeihen im Osten

Geschichtslegenden über die DDR und den Prozeß der Vereinigung. Dem

gegenüber fragt Richard Schröder in der Theodor-Heuss-Gedächtnis-Vorlesung

2002 nach den Voraussetzungen und Elementen einer gemeinsam

erzählbaren Geschichte der Deutschen. Ausgehend von einer Kritik an einer

ausschließlich negativen, an den Verbrechen des „Dritten Reichs“ orientierten

nationalen Selbstdefinition analysiert er die vier wirksamsten Legenden

über die DDR und die deutsche Vereinigung, die einer Selbstverständigung

über die gemeinsame Geschichte im Wege stehen. Abschließend zeigt Richard

Schröder an Beispielen aus der deutschen Geschichte vor 1871 Perspektiven

auf, an denen ein aufgeklärtes nationales Selbstverständnis der

Deutschen in Ost und West anknüpfen kann.